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© Ausgangsbild: St. Franziskus-Hospital Münster · Nachbearbeitung: Jürgen Reckfort, TAT gGmbH

PARCURA

Vorhabenbezeichnung

Partizipative Einführung von Datenbrillen im Krankenhaus zur Verbesserung der Qualität der Arbeit für das Pflegepersonal auf der kardiologischen Normalstation im Nachtdienst (PARCURA) (FKZ: 02L18A160)

Projektlaufzeit

2020-2023

Förderkontext

Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms "Zukunft der Arbeit" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Euopäischen Sozialfonds gefördert.

Koordination

TAT Technik Arbeit Transfer gGmbH
Hovesaatstraße 6, 48432 Rheine
 +49 (0) 5971 990-195
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Aus dem Projekt-Steckbrief

Ausgangssituation

Personalmangel, Zeitdruck, große Arbeitsmengen – für Beschäftigte in der Krankenhauspflege gehört das zum Alltag. Auf kardiologischen Normalstationen kommt die kurze Verweildauer und infolgedessen hohe Fluktuations­rate der Patienten hinzu. Die Versorgung vieler zunächst unbekannter Patienten und von Patienten mit einem hohen Überwachungs­bedarf ist mit einem deutlich höheren Arbeitsaufwand verbunden. Im Nachtdienst kommt erschwerend hinzu, dass pflegerische und ärztliche Ansprechpartner für die Pflegekräfte nur selten vor Ort sind.

Um negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiter und die Qualität der Pflege zu verhindern, können Datenbrillen ein passendes technisches Hilfsmittel sein. Erkenntnisse zum Einsatz solcher Assistenzsysteme und zu den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und die Qualität der Interaktionen im Krankenhaus, die auf die konkrete Bedarfslage in der Nachtschicht kardiologischer Normalstationen im Kranken­haus eingehen, existieren bisher jedoch nicht.

Ziel des Forschungsprojekts

Ziel des Forschungsprojekts PARCURA ist es daher, auf diese konkrete Bedarfslage zugeschnittene Software­module für Datenbrillen zu entwickeln und damit die Zusammenarbeit krankenhausinterner Akteure zu erleichtern, die Bereitstellung pflegerelevanter Informationen zu optimieren und die Pflegekräfte auf diese Weise in ihrer Interaktionsarbeit mit Patienten zu unterstützen.

Funktionen wie das Einblenden von Patientendaten (Name, Allergien, Medikamente etc.), die Kommunikations­möglichkeit mit Kollegen auch via Foto- und Videotransfer, die Dokumentation über Spracheingabe sowie das Monitoring inkl. Darstellung ortsferner Notfälle auf der Station sorgen für eine bessere Vernetzung im Team, sparen Wege und geben der Pflegekraft somit ein erhöhtes Sicherheitsgefühl und Zeit für die tatsächliche Hinwen­dung zum und Interaktion mit dem Patienten.

Vorgehen

In einem ersten Schritt werden in den beteiligten Einrichtungen in Zusammen­arbeit mit den direkt und indirekt betroffenen Akteuren (Pflege­kräfte, Ärzte, Verwaltung, IT/Daten­schutz, Hygiene­beauftrage, Mitarbeiter­vertretung, Patienten­vertretung etc.) eine umfassende Soll-Ist-Analyse durchgeführt und konkrete Unter­stützungs­bedarfe abgeleitet.

Auf Basis dieser wird ein Prototyp der Datenbrille entwickelt, der zunächst pilothaft erprobt und anschließend in den Realbetrieb eingeführt und iterativ optimiert wird.

Parallel zur Umsetzung erfolgt eine ganzheitliche, die Facetten Mensch, Technik und Organisation umfassende Wirkungs­analyse der veränderten Arbeits­prozesse und Interaktions­arbeit unter Einbeziehung der Patienten­perspek­tive und der Hetero­genität der beteiligten Akteure.

Darauf aufbauend werden die erzielten Erkenntnisse und Ergebnisse auf ihre Übertrag­barkeit auf andere Stationen eines Kranken­hauses analysiert.

Ergebnis

Im Ergebnis liefert das Projekt PARCURA auf die Bedarfe von kardiologischen Normalstationen im Nachtbetrieb zugeschnittene Softwaremodule für Datenbrillen, die sich für den Einsatz auf anderen Stationen eines Kranken­hauses anpassen lassen.

Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen erarbeitet, die interessierte Kranken­häuser bei der Einführung von Daten­brillen unterstützen. Die Empfehlungen bestehen aus Leitfäden, Checklisten, Erfahrungs­berichten sowie Best Practice-Bei­spielen und werden online bereit­gestellt.

Verbundpartner

An dem Forschungsvorhaben arbeitet ein interdisziplinärer Verbund aus drei Forschungspartnern und drei Umsetzungspartnern.


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St. Franziskus-Hospital GmbH

Hohenzollernring 70, 48145 Münster


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Maria-Josef-Hospital Greven

Lindenstraße 29, 48268 Greven


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FAC'T IT GmbH

Hohenzollernring 70, 48145 Münster


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FH Münster University of Applied Sciences
Fachbereich Gesundheit

Leonardo-Campus 8, 48149 Münster


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Hochschule Ruhr West
Institut Positive Computing

Duisburger Straße 100, 45479 Mülheim a.d. Ruhr


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TAT Technik Arbeit Transfer gGmbH

Hovesaatstraße 6, 48432 Rheine

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